Was Sie über das Mirtazapin wissen sollten Mirtazapin ist ein Antidepressiva in Tablettenform, das hauptsächlich Patienten mit einer stark ausgeprägten Depression, einer Angststörung oder erheblichen Schlafstörungen verordnet wird. Der in dem Medikament enthaltene Wirkstoff soll die Wirkungsdauer von stimmungsaufhellenden Botenstoffen im Gehirn erhöhen und somit erheblich zu einer Linderung der psychischen Erkrankung beitragen. Die Einnahme von Mirtazapin erzielt jedoch nicht bei jedem an Depression leidenden Patienten die erwünschte Besserung. Wie berichtet wird, macht sich dies insbesondere bei sportlichen Aktivitäten bemerkbar. Darüber hinaus wird häufig von einer nicht erwünschten Gewichtszunahme berichtet.

Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen

Bisher konnte nicht bei jedem Patienten während der Einnahme von Mirtazapin eine positive Entwicklung der Erkrankung festgestellt werden. Wie berichtet wurde lag dies oftmals an einer Überempfindlichkeit gegenüber einem (oder mehreren) der im Medikament enthaltenen Inhaltsstoffe. Je nach Krankheitsbild des jeweiligen Patienten trugen aber auch Begleiterkrankungen wie z. B. niedriger Blutdruck, Angina pectoris, eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion, Störungen beim Wasserlassen, Diabetes Mellitus, Engwinkelglaukom sowie die Neigung zu Krampfanfällen wie Epilepsie, spezifische Psychosen oder Manie in der Vorgeschichte dazu bei, dass sich während der Einnahme von Mirtazapin der gesamte Gesundheitszustand einiger Patienten merklich verschlechterte. In diesem Zusammenhang wurde von den Betroffenen berichtet, dass sie auch von immer wiederkehrenden Gedanken, die sich darum drehten, dass sie einen Hang zur Selbstverletzung verspüren, oder dass sie sogar an Selbstmord dachten. Zudem wurde in seltenen Fällen von Nebenwirkungen wie Munddrockenheit, Konzentrationsstörungen, Halluzinationen, allergische Reaktionen der Haut oder Herz- bzw. Kreislaufbeschwerden. Hierbei und auch bei einer eventuellen Mirtazapin Überdosis wird dringend geraten, sich umgehend mit dem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Denn nur so können weitere gesundheitlichen Konflikte und Unannehmlichkeiten frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Sportliche Aktivitäten während der Einnahme von Mirtazapin

Ob in der Gruppe oder im Alleingang – ob Workout im Freien oder Gymnastik in den eigenen vier Wänden – der behandelnde Arzt empfielt in der Regel insbesondere auch Patienten, die an einer Depression leiden, Sport zu treiben. Doch besonders zu Anfang der Einnahme von einem Antidepressiva wie Mirtazapin lässt sich diese Empfehlung nicht für jeden wirklich gut umsetzen. Denn zum einen macht sich gerade bei Patienten mit depressiven Erkrankungen oftmals eine auffällige Antriebslosigkeit und einer permanenten Müdigkeit bemerkbar – und zum anderen wird von ihnen u. a. auch über ein Schweregefühl der Beine, ein schmerzhaftes Ziehen in den Beinen, von Gleichgewichtsstörungen oder auch von zitterigen Gliedern berichtet. Darüber hinaus wurde berichtet, dass während der Einnahme von Mirtazapin eine eventuelle Gewichtszunahme von über 10 bis 15 kg durchaus keine Seltenheit wäre. All diese Unannehmlichkeiten können dann natürlich den Willen im Sinne zu einer ausgewogenen sportlichen Betätigung im Keim ersticken. Dennoch raten die behandelnden Ärzte dringend davon, dass die Betroffenen jeglicher sportlichen Betätigung den Rücken zukehren.

Hinweise zur Einnahme von Mirtazapin

Der behandelnde Arzt legt die Einnahmedosis von Mirtazapin fest. Diese sollte nicht überschritten werden (z. B. kann eine mittlere Dosierung bei 15 bis 45 mg am Tag liegen). Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerde oder der Dauer der Erkrankung. Es ist durchaus möglich, dass die vom Arzt verordnete Dosierung von den Angaben der Packungsbeilage abweicht. Ist dies der Fall, sollte Mirtazapin nach der Anweisung des Arztes eingenommen werden.

Bitte beachten!

Auch bei einer korrekten Einnahme von Mirtazapin in einer höheren Dosierung oder in Kombination mit alkoholischen Getränken kann es zu einer nicht zu unterschätzenden Beeinträchtigung der Konzentration oder des Reaktionsvermögens kommen. Dies sollten insbesondere Menschen, die am Straßenverkehr teilnehmen oder im beruflichen bzw. privaten Bereich Maschinen bedienen beachten.

Da durch ein plötzliches Absetzen des Medikamentes evtl. Beschwerden auftreten können, sollte die Einnahme von Mirtazapin vorsichtshalber durch eine schrittweise Abstufung der Dosierung beendet werden. Hierbei ist es sinnvoll den Rat des behandelnden Arztes einzuholen.

Diabetikern wird angeraten den Zuckergehalt der verschriebenen Dosierung zu überprüfen. Auch bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose ist dies sinnvoll. In beiden sollte der Rat des behandelnden Arztes eingeholt werden.

Depressionen? – Wissenswerte Fakten

Eine Behandlung in Kombination mit Medikamenten kann bei einer Depression sehr hilfreich sein. Denn während depressiven Episoden gelangen die Betroffenen in eine emotionale Tiefe, aus der sie oftmals bzw. in den meisten Fällen ohne ärztliche Hilfe keinen Ausweg finden. Zum Glück gibt es inzwischen vielerlei Möglichkeiten Depressionen erfolgreich zu behandeln. Dazu gehören neben den Medikamenten auch Psycho- und Entspannungstherapien, die während der Behandlung auch häufig kombiniert werden. In diesem Zusammenhang konnten bisher etwa 80 % der an Depression leidenden Patienten erfolgreich behandelt werden. Insbesondere bei einer schweren bzw. mittelschweren Depression ist es sehr wichtig eine zeitnahe Therapie einzuleiten. Denn die psychischen Beschwerden, die meist mit körperlichen Beshwerden verbunden sind, können schwer belastend sein und klingen kaum in kurzer Zeit wieder ab. Das gilt insbesondere auch einer chronischen Depression, die möglicherweise auch von Gedanken der Selbstgefährdung oder Selbstmordgedanken begleitet wird.

In den Zeiten einer Depression ist das Miteinander wichtig

Für Menschen, die an einer Depression leiden, ist es sehr wichtig, dass sie sich mit dem Partner, den Familienangehörigen und den Freunden austauschen können. Zudem haben sie auch die Möglichkeit eine Beratungsstelle aufzusuchen oder sie haben die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

Therapien

Bei den Therapien wird zwischen einer Akuttherapie, einer Erhaltungstherapie und der Rezidivprophylaxe (Langzeitvorbeugung) unterschieden. Eine Akuttherapie über einen Zeitraum von ca. 6 bis 8 Wochen dient dazu, die aufgetretenen Symptome in soweit zu lindern, dass die Patienten ihren Alltag wieder normal gestalten können. Die im Anschluß folgende Erhaltungstherapie über etwa 4 bis 9 Monate soll die depressiven Symptome schrittweise eindämmen und den dadurch erlangten Therapieerfolg möglichst auf Dauer zu erhalten. Bei Wiederauftreten einer depressiven Episode besteht die Möglichkeit einer Langzeitbehandlung bzw. Rezidivprophylaxe. Diese dient meist dazu Rückfällen vorzubeugen und somit den gesamten Gesundheitszustand des Patienten zu stabilisieren. Diese Art der Therapie kann in einigen Fällen über mehrere Jahre andauern.

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