Was ist Mirtazapin?

Mirtazapin ist ein tetrazyklisches Antidepressiva. Das Mittel wird für die Behandlung von Depressionen eingesetzt und blockt Rezeptoren.

Die Rezeptoren sorgen dafür, dass Nervenbotenstoffe auch Neurotransmitter genannt, im Nervensystem freigesetzt werden. Antidepressive können die Freisetzung dieser Neurotransmitter blocken. Mirtazapin wirkt auf das zentrale Nervensystem. Es reduziert Depressionen und hilft gegen Ängste. Außerdem wirkt das Mittel beruhigend.

Mirtazapin wird häufig bei Depressionen und Angstzuständen verordnet, ist allerdings mit Nebenwirkungen verbunden.

Warum wird Mitrazapin verordnet?

Mirtazapin wird in erster Linie für die Behandlung von Depressionen angewandt. Außerdem soll es bei Angst- und Schlafstörungen helfen. Oftmals wird das Medikament auch bei Panikstörungen eingesetzt. Man spricht dann von einem Off-Label-Use.

Was ist die richtige Dosierung?

Zu Beginn der Behandlung wird Mirtazapin immer mit 15 mg dosiert. 15 Milligram entsprechen einer Tagesdosis. Ein Antidepressivum muss stets langsam angesetzt werden. Die Dosis kann nach vier Wochen erhöht werden, sollte aber eine Maximaldosis von 45 Milligramm nicht übersteigen.

Mirtazapin zur Behandlung von Depressionen

Wird das Medikament aufgrund von Depressionen verordnet, muss zunächst mit einer Tagesdosis von 15 Milligramm begonnen werden. Im Verlauf kann auf eine Menge von 30 Milligramm gesteigert werden. Bei nicht eintretender darf die Dosis auf 45 Milligramm erhöht werden. Diese sollte aber nicht überschritten werden. Man spricht von einer Erhaltungsdosis.

Wie wirkt das Medikament genau?

Mirtazapin hat Einfluss auf das zentrale Nervensystem. Die Substanz blockt Rezeptoren. Diese Rezeptoren blockieren die Ausschüttung von Neurotransmittern. Die Rezeptoren verhindern, dass bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden. Zu diesen Botenstoffen zählt unter anderem das Glückshormon.
Mirtazapin blockiert die Rezeptoren, was dazu führt das die Botenstoffe ausgeschüttet werden.

Noradrenalin sorgt für einen erhöhten Stoffwechsel und eine vermehrte Leistungssteigerung. Serotonin wird auch als Glückshormon bezeichnet. Die Erhöhung des Spiegels führt zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung.

Allerdings hat Mirtazapin auch eine Reihe an negativen Eigenschaften. So beeinflusst das Medikament unsere Schlafgewohnheiten. Die Hemmung der Histamin Rezeptoren hat eine einschläfernde Wirkung. Die Hemmung der Rezeptoren erfolgt durch Mirtazapin und Serotonin selbst. Serotonin kommt durch den Einsatz von Mirtazapin in gesteigerter Form vor. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt.

Für was wird Mirtazapin eingesetzt?

Mirtazapin bei Ängsten

Das Medikament wirkt auf die Histaminrezeptoren und somit beruhigend. Es dämpft unser Nervensystem und hat direkten Einfluss auf Angst- und Schlafstörungen. Histamin hat großen Einfluss auf unser Schlafverhalten.

Depressionen

Hauptsächlich wird das Medikament bei Depressionen verabreicht. Sind bereits Depressionen diagnostiziert, kann das Medikament vom Arzt verschrieben werden. Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig und nicht frei verkäuflich. Außerdem muss die Einnahme von Mirtazapin zunächst mit einer geringen Dosis erfolgen. Diese kann dann langsam gesteigert werden.
Vorsicht: Mirtazapin darf nicht einfach abgesetzt werden, sondern muss langsam ausgeschlichen werden.

Wie wird Mirtazapin eingenommen?

Das Antidepressivum muss immer nach Anweisung eingenommen werden. Der Einstieg erfolgt mit 15 mg und kann bei Bedarf nach Absprache mit dem Arzt beliebig erhöht werden. Die Dosierung ist je nach Patient unterschiedlich. Das Krankheitsbild entscheidet, welche Dosis notwendig ist.

Laut Beipackzettel sollte das Medikament abends eingenommen werden. Die Dosis kann aber auch auf morgens und abends gespalten werden. Sollte dies der Fall sein, ist die höhere Dosis am Abend einzunehmen. Die Einnahme erfolgt oral in Tablettenform. Das Medikament verfügt über eine lange Halbwertszeit, aufgrund dessen genügt die einmalige Einnahme.

Durch die Einnahme kann es vor allem bei älteren Menschen zu Nierenstörungen oder Leberfunktionsstörungen kommen. In jedem Fall müssen die Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden .

Nebenwirkungen Mirtazapin?

Mirtazapin hat eine Reihe von Nebenwirkungen. Die Mirtazapin Gewichtszunahme ist eine der bekanntesten. Zudem können auch lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten.

Lebensbedrohliche Nebenwirkungen

Mirtazapin kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Im Extremfall führt das zum Tode. Weniger gefährliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Verdauungsbeschwerden, allgemeine Schwäche und viele weitere.

Wesentlich relevanter ist, dass bestimmte Antidepressiva Herzrhythmusstörungen verursachen können. Auch Selbstmordgedanken können durch die Einnahme von Antidepressiva verstärkt werden. Zudem kommt es zu einem gesteigerten selbstschädigendem Verhalten. In beiden Fällen sind Patienten meist vorbelastet.

Besteht eine Vorbelastung sollten die Patienten in jedem Fall zumindest in der Anfangszeit gut überwacht werden. Mirtazapin ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet.

Mirtazapin Gewichtszunahme durch gesteigerten Appetit

Die Einnahme kann zu gesteigertem Appetit führen und zu einer unerwünschten Mirtazapin Gewichtszunahme führen. Auch die zunehmende Schläfrigkeit begünstigt die Mirtazapin Gewichtszunahme. Das Aktivitätslevel ist durch die Einnahme deutlich reduziert.

Abhängigkeit

Das Medikament kann zur Abhängigkeit führen. Bei der Absetzung kommt es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen oder auch Ängste.

Mirtazapin Gewichtszunahme Histamin-Rezeptoren

Mirtazapin nimmt Einfluss auf unsere Rezeptoren. In der Regel führt das zu deutlich mehr Appetit. Der gesteigerte Appetit führt dann zu einer Gewichtszunahme.

Mirtazapin Gewichtszunahme durch Ödeme

Ein weiteres Problem: Mirtazapin kann Wassereinlagerungen begünstigen. Ödeme sind im Einzelfall lebensbedrohlich und müssen überwacht werden.

Mirtazapin hat einen Einfluss auf Rezeptoren, welche für Histamin verantwortlich sind. Die Beeinflussung der Histaminrezeptoren führt häufig zu einer Appetitsteigerung. Im Umkehrschluss führt das zu einer Zunahme. Die Gewichtszunahme sollten Patient und Arzt im Blick haben. Auch Wassereinlagerungen sind eine typische Nebenwirkung und können die Gewichtszunahme verursachen.

Mirtazapin Gewichtszunahme durch Antidepressivum

Ob eine Zunahme durch das Antidepressivum stattfindet, ist trotz zahlreicher Studien von einzelnen Seiten umstritten. Ein möglicher Faktor könnte in jedem Fall sein, dass Depressionen zu einem Appetitverlust führen. Durch die Einnahme von Mirtazapin wird der Appetit wieder angeregt, dass führt im Umkehrschluss häufig zu einer Zunahme

Mirtazapin Gewichtszunahme durch Mundtrockenheit

Die Gewichtszunahme kann auch durch eine vermehrte Mundtrockenheit verursacht werden. Patienten mit trockenem Mund trinken deutlich mehr. Übermäßiges Trinken kann Wassereinlagerungen begünstigen.

Zudem spielt die Ernährung eine maßgebliche Rolle. Wird der Durst überwiegend mit Fruchtsaftgetränken gestillt, führt das zu einer Zunahme. Die Mirtazapin Gewichtszunahme ist in diesem Fall nicht unbedingt auf das Medikament sondern auf das Trinkverhalten der Patienten zurückzuführen.

Mirtazapin Gewichtszunahme

Die dauerhafte Einnahme von Mirtazapin führt in den meisten Fällen zur Gewichtszunahme. Die Mirtazapin Gewichtszunahme geht mit hohen Cholesterinwerten einher. Das liegt daran, dass Mirtazapin Einfluss auf den Fettstoffwechsel nimmt.

Nicht selten führt die Einnahme zu regelmäßigen Essattacken.

Mirtazapin Gewichtszunahme, wie kann man gegensteuern?

Einer Mirtazapin Gewichtszunahme durch Psychopharmaka lässt sich meist nur gering Gegensteuern. Dennoch können Sie versuchen durch eine bewusste Ernährung und viel Bewegung die Zunahme zu verlangsamen oder zu einem Stillstand zu bringen.

Mirtazapin Nebenwirkungen

Auch weitere Nebenwirkungen können durch die Einnahme von Mirtazapin ausgelöst werden. Hierzu zählen vermehrte Müdigkeit, daraus resultierende Schlafstörungen, Benommenheit und Schwindel. Das Medikament hat zudem Einfluss auf den Blutdruck und kann zu Kreislaufproblemen führen.

Auch Halluzinationen können während der Einnahme auftreten.

Fazit:

Die Einnahme von Mirtazapin führt in den meisten Fällen zu einer Mirtazapin Gewichtszunahme. Dieser entgegen zu wirken ist in der Regel kaum möglich. Dennoch können Sie versuchen durch viel Bewegung und gesunde Ernährung eine Zunahme zu stoppen oder zu verlangsamen. Wodurch genau die Mirtazapin Gewichtszunahme verursacht wird ist noch unklar. Zum einen hat das Medikament Einfluss auf die Rezeptoren zum anderen kann es zu Wassereinlagerungen und einen deutlich gesteigerten Appetit kommen.

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