Ananas-DiätDie Ananas-Diät gehört zur Gruppe der Crash- oder Obst-Mono-Diäten, die sich dadurch auszeichnen, dass während der Diät überwiegend nur ein einziges Lebensmittel verzehrt wird. Bei diesem Verfahren also die Ananas. Neben einer verminderten Kalorienzufuhr von etwa 1.000 kcal pro Tag sollen bestimmte Inhaltsstoffe der Ananas das Abschmelzen von Fett bewirken. In diesem Falle wäre es das eiweißspaltende Enzym Bromelain.

Geworben wird neben einer gesundheitsfördernder Wirkung auch mit einem folgenlosen Verzehr von fettreicher Kost, begründet in der fettverbrennenden Wirkung des Enzyms. Zwar ist bekannt, dass Ananas gegen Entzündungen wirkt und die Fließfähigkeit des Blutes verbessert, aber die Fettverbrennung wird augenblicklich deaktiviert, sobald Ananasstücke in den Darm gelangen. Dort zerfällt das Enzym.

Vorgehensweise bei der Ananas-Diät

Über einen bestimmten Zeitraum, meistens handelt es sich um drei bis sieben Tage, werden sämtliche Mahlzeiten des Tages durch Ananas oder Ananassaft ersetzt. Das entspricht einer Nährstoffmenge von etwa 1.000 bis 1.100 Kilokalorien und ungefähr zwei kg Ananasfleisch. Ananasfrüchte. Das Ziel ist, wie auch bei vielen anderen Diäten, schnelles Abnehmen durch eine radikale Reduzierung der Nahrungsmittelzufuhr zu erreichen. Unterstützt werden soll dies durch die entwässernde Wirkung der in der Ananas enthaltenen Stoffe. Menschen mit Kreislaufproblemen sollten zusätzlich viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Effekte der Ananas-Diät

Die Ananas-Diät scheint anfänglich sehr schnell zum Erfolg zu führen. Häufig auch durch die nicht nur entwässernde sondern auch abführenden Wirkung der Ananas. Das Enzym Bromelain hilft auch gegen Infekte und rheumatische Beschwerden. Vitamin C, das auch vermehrt in Ananasfleisch enthalten ist, soll zwar auch einen gewissen Einfluss auf den Taillenumfang haben. Jedoch ist nicht wirklich belegt, dass diese Diät wirklich langfristig beim Abnehmen hilft. Darüber hinaus birgt sie auch gewisse Risiken.

Risiken

Trotz des reichlichen Anteil an Vitamin C fehlen dem Körper sehr schnell andere Vitamine und Mineralstoffe. Auch Fett und Eiweiß fehlen. Fehlende Proteine können zu einem erheblichen Muskelabbau führen.

Der hohe Anteil an Fruchtzucker werden zu einem großen Teil ungenutzt in den Dünndarm weitergeleitet, da die Leber nur eine bestimmte Menge davon verwerten kann. Das führt oft zu Blähungen oder Durchfall.

Der hohe Fruchtsäure-Anteil der Ananas sowie das Bromelain können schnell zu einem wunden Mund und Magenproblemen führen. Zusammen mit den anderen bereits genannten Nebeneffekten kann die Ananas-Diät daher sehr schnell dazu verleiten, sie vorzeitig abzubrechen.

Fazit

Wie alle Mono-Diäten ist auch die Ananas-Diät eintönig und alles andere als ausgewogen. Bereits nach fünf bis sieben Tagen stellen sich in den vielen Fällen Mangelerscheinungen ein. Die Freude über eine eventuell erreichte Gewichtsreduktion kann dann sehr schnell durch die auftretenden Negativ-Effekte getrübt werden.

Ein bis zwei Tage Anwendung dieser Diät können sicherlich sinnvoll sein, um den Körper etwas zu entschlacken, ohne seine Gesundheit zu riskieren. Jedoch sollte dieser Zeitraum nicht wesentlich überschritten werden.

 

Kommentare

    1 Response to "Die Ananas-Diät – Lüge oder Abnehmturbo?"

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